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aktuell 19. Juli 2018
Ein riesiger Müllteppich treibt im Pazifik
Gefangen in einer gigantischen ozeanischen Ringströmung aus Nordäquatorial-, Kuroshio- und einem Teil des Nordpazifikstromes, kreisen etwa drei Millionen Tonnen "Wegwerf-Kultur" um ein Zentrum ungefähr 1.000 Seemeilen nordwestlich von Hawaii. Der Abfall, der aus allen Teilen der Welt stammt, wird von der Meeresströmung hauptsächlich entlang der Pazifikküsten Nordamerikas und Japans "eingesammelt". Das überwiegend aus Plastik zusammengesetzte, pazifische "Wertstoff"-vorkommen macht nach Ansicht von Meeresforschern mittlerweile etwa das Sechsfache des dort lebenden Zooplanktons aus. Bekannt wurde die ozeanische Deponie fernab jeder menschlichen Behausung schon Anfang des Jahres, nachdem ein Forschungsschiff der Umweltschutzorganisation Algalita Marine Research Foundation sie auf einer Patrouille etwa 1600 Kilometer vom kalifornischen Festland entfernt gefunden hatte. Nach Angaben des Kapitäns Charles Moore stammt ein Teil der "Kulturgüter" noch aus den 1950er Jahren, den Anfangszeiten industrieller Kunststoffproduktion. Mindestens fünfzehn Jahre, wahrscheinlich aber noch länger werden die im Ringstrom des North Pacific Gyre-Systems aufkonzentrierten Abfälle noch verweilen, bevor sie sich wieder in andere Meeresregionen zerstreut haben. Bis zu 500 Jahre könnte es dagegen dauern, bis sich die widerstandsfähigen Materialien durch Sonne und Luftsauerstoff zersetzt und endgültig in ihre chemischen, oft toxischen Bestandteile aufgelöst haben.
Wir können nicht warten, bis die träge und an Gewinnen orientierte Wirtschaft reagiert. Es muss ein Umdenken in der gesamten Bevölkerung eingeleitet werden. Schreiben Sie an Firmen, deren in Plastik verpackte Artikel nochmals in weiteren Umverpackungen stecken und fragen Sie nach, ob dies wirklich so sein muss. Versuchen Sie schon beim Einkauf möglichst wenig Lebensmittel zu erwerben, die in Plastik abgepackt sind. Dies ist gewiss nicht einfach, doch in manchen Fällen machbar. Einige Bedarfsmittel wie beispielsweise Flüssigseife oder Waschmittel sind in Nachfüllpackungen mit deutlich weniger Umverpackung zu erhalten. Großpackungen verursachen in vielen Fällen weniger Verpackungsmüll als die gleiche Menge kleinerer Packungen und sie sind zudem meist günstiger. Verwenden Sie für ihre Einkäufe wieder die guten alten Stoff-Tragetaschen statt der Einweg-Plastiktüte. Entsorgen Sie die gekauften Umverpackungen korrekt. Scheuen Sie sich auch nicht davor, in der Umwelt umherliegende Plastikteile zu entfernen. Aber auch der Gesetzgeber ist gefragt. Neben der generellen Vermeidung von Plastikerzeugnissen müssen Anreize geschaffen werden, um Plastikmüll effektiver zu sammeln und zurückzugeben (Stichwort Pfand). Ferner muss die Verbreitung von Biokunststoffen und die Erforschung neuer, innovativer Verpackungsmöglichkeiten gefördert werden.
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